
Ram bringt den ProMaster City 2027 in die USA zurück. Dabei handelt es sich nicht mehr um den kleinen Van der früheren Generation, sondern um ein größeres Modell für Lieferdienste, Handwerksbetriebe, kleine Unternehmen und den Personentransport. Der Grund ist naheliegend: Viele Unternehmen benötigen ein Fahrzeug mit mehr Platz als ein Pick-up, das aber weniger sperrig ist als ein Full-Size-Van.
Am 11. März 2026 stellte Ram den neuen ProMaster City vor, am 27. August nannte der Hersteller die US-Preise. Die Bestellbücher sollen in der zweiten Hälfte des Jahres 2026 geöffnet werden, die Produktion ist ebenfalls für dieses Jahr vorgesehen. Die ersten Auslieferungen in den USA werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Es handelt sich um ein nordamerikanisches Modell; Pläne für den Verkauf in anderen Märkten hat Ram nicht bekannt gegeben.
Was bereits bekannt ist
Der Cargo-Van Tradesman Cargo kostet ab 39.995 US-Dollar;
der SLT Cargo kostet ab 41.495 US-Dollar;
der Personen-Van Passenger Wagon wird mit fünf oder acht Sitzplätzen angeboten und kostet ab 42.695 US-Dollar;
alle Varianten verfügen über einen 1,6-Liter-Turbomotor mit 166 PS und 221 lb-ft Drehmoment, ein 8-Gang-Automatikgetriebe und Frontantrieb.
Warum dieses Segment wieder gefragt ist
Der vorherige ProMaster City verschwand nach dem Modelljahr 2022 vom US-Markt. Damit fiel ein wichtiger Teil des Angebots an kompakten Nutzfahrzeugen weg: Käufer mussten zwischen einem Pick-up mit geschlossener Ladeabdeckung, einem gebrauchten Van oder einem Full-Size-Modell wie dem Ram ProMaster oder Ford Transit wählen. Diese Fahrzeuge bieten zwar mehr Laderaum, benötigen aber auch mehr Platz beim Parken und in dicht bebauten Innenstädten.
Der neue ProMaster City nimmt eine Zwischenposition ein. Er ist für Strecken ausgelegt, auf denen häufige Stopps, ein guter Zugang zum Laderaum und die Möglichkeit, in eine normale Garage oder ein Parkhaus zu fahren, entscheidend sind. Die Höhe des Vans soll weniger als 80 Zoll betragen, also etwa 2,03 m.

Nicht klein, sondern ausreichend groß
Der neue Van bietet 167 Kubikfuß Laderaum, also rund 4,7 m³. Der Laderaumboden ist 111 Zoll beziehungsweise etwa 2,82 m lang. Zwischen den hinteren Radkästen stehen mehr als 48 Zoll, also rund 1,22 m, zur Verfügung. Laut Ram reicht das für zwei Standardpaletten nach US-Maß, die hintereinander geladen werden.

Parameter | Von Ram genannte Daten | Bedeutung für den Arbeitsalltag |
|---|---|---|
Laderaum | Mehr als 167 Kubikfuß / etwa 4,7 m³ | Platz für Ausrüstung, Kartons oder mehrere Paletten |
Anhängelast | Ziel: bis zu 2.000 lb / etwa 907 kg | Kleiner Anhänger mit Werkzeug oder Geräten |
Nutzlast | Ziel: mehr als 2.000 lb / mehr als 907 kg | Reserven für Ladung, ohne auf einen Full-Size-Van wechseln zu müssen |
Türen | Hintere Flügeltüren mit einem Öffnungswinkel von bis zu 180°; eine hintere Heckklappe ist verfügbar | Auswahl je nach häufigem Entladen am Straßenrand oder dem Transport sperriger Gegenstände |
Die Angaben zur Anhängelast und Nutzlast bezeichnet Ram als Zielwerte. Vor dem Kauf sollten sie mit den endgültigen technischen Daten der gewählten Variante, dem Gewicht der Ausrüstung und den Einschränkungen für den Anhänger abgeglichen werden. Das Ladevolumen allein sagt nicht aus, wie viel Ladung sicher transportiert werden kann. Die Ladung muss nach den jeweils geltenden Vorschriften gesichert werden, darunter die FMCSA-Anforderungen zur Ladungssicherung für gewerbliche Transporte in den USA.
Ein Arbeitsplatz ohne unnötige Komplexität
Zur Serienausstattung gehören ein 10-Zoll-Digitalinstrument, ein 10-Zoll-Zentraldisplay mit Navigation, Apple CarPlay und Android Auto sowie ein digitaler Rückspiegel. Für ein Fahrzeug, das häufig zum mobilen Büro wird, sind diese Funktionen nützlicher als reine Komfortdetails: Bei einem vollen Arbeitstag kann der Fahrer Routen, Kontakte und Kamerabilder leichter im Blick behalten.

Bei den Sicherheitssystemen nennt Ram eine Frontkollisionswarnung mit automatischer Notbremsfunktion sowie eine Aufmerksamkeitsüberwachung für den Fahrer. Der Passenger Wagon verfügt über seitliche Vorhangairbags. Die vollständige Liste der Ausstattungsvarianten und verfügbaren Optionen veröffentlicht der Hersteller auf der offiziellen ProMaster-City-Seite. Vor der Bestellung sollte sie erneut geprüft werden, da sich die Ausstattung der Varianten bis zum Beginn der Auslieferungen noch ändern kann.
Für wen das Konzept passt – und für wen nicht
Geeignet: für Handwerker mit Werkzeugausrüstung, städtische Lieferdienste, kleine Serviceunternehmen sowie Shuttle-Betreiber für fünf oder acht Fahrgäste.

Kann zu klein sein: für Transporteure schwerer Güter, Bauteams mit langem Equipment oder Unternehmen, die regelmäßig einen großen Anhänger benötigen. In solchen Fällen lohnt sich der Vergleich mit Full-Size-Vans, statt sich nur am Einstiegspreis zu orientieren.
Was noch nicht bekannt ist
Ram hat für die USA weder den Kraftstoffverbrauch veröffentlicht noch eine elektrische oder hybride Version des ProMaster City 2027 angekündigt. Auch die endgültigen Nutzlastwerte für die einzelnen Konfigurationen wurden noch nicht genannt. Deshalb ist es zu früh, die Betriebskosten allein anhand des Fahrzeugpreises zu beurteilen.
Warum gerade jetzt
Mit der Rückkehr des ProMaster City versucht Ram nicht, Pick-ups oder große Vans durch ein einziges Fahrzeug zu ersetzen. Der Hersteller bietet ein eigenständiges Konzept: einen geschlossenen und wettergeschützten Laderaum, besser für die Stadt geeignete Abmessungen sowie die Wahl zwischen einer Cargo- und einer Passagierversion. In der offiziellen Mitteilung von Ram vom 11. März 2026 wird das Modell ausdrücklich als Teil der Nutzfahrzeugpalette für den professionellen Einsatz bezeichnet. Sollten die endgültigen technischen Daten bis zum Verkaufsstart bestehen bleiben, bringt der ProMaster City eine Fahrzeugklasse in die USA zurück, die mehrere Jahre lang kaum durch neue Modelle vertreten war.










