
Škoda wird den Karoq trotz des Elektro-SUVs Elroq nicht aufgeben. Der Nachfolger des kompakten Crossover-Modells befindet sich bereits in der Entwicklung und soll zum Jahreswechsel 2027/2028 vorgestellt werden. Gleichzeitig deutete Škoda-Chef Klaus Zellmer an, dass die Baureihe um einen Plug-in-Hybrid ergänzt werden könnte. Zwischen der bestätigten neuen Generation und einem serienreifen Karoq PHEV liegt jedoch noch ein deutlicher Abstand.
Das Wichtigste in 20 Sekunden
Die neue Karoq-Generation ist von Škoda selbst bestätigt.
Der offizielle Zeitrahmen für die Vorstellung liegt am Jahreswechsel 2027/2028.
Ein PHEV erscheint wahrscheinlich, doch weder seine technischen Daten noch der Produktionsstart sind bestätigt.
Preise, Vertriebsmärkte, Ausstattungen und der Produktionsbeginn wurden noch nicht bekannt gegeben.
Vier Termine, die die Situation erklären
Am 18. Mai 2017 feierte der erste Karoq in Stockholm seine Weltpremiere. Das Modell war nach dem Kodiaq das zweite SUV der Marke und etablierte sich in den folgenden Jahren im Segment der kompakten Crossover.

Am 30. November 2021 stellte der Hersteller den überarbeiteten Karoq vor. Das SUV erhielt ein modifiziertes Exterieur, eine verbesserte Aerodynamik, neue elektronische Systeme und eine überarbeitete Motorenpalette, blieb aber Teil der ersten Generation.
Am 16. Juli 2026 meldete Škoda die Produktion des millionsten Karoq im Werk Kvasiny. In derselben offiziellen Mitteilung bestätigte das Unternehmen ausdrücklich, dass die Arbeit am Nachfolger weitergeht und dieser zum Jahreswechsel 2027/2028 präsentiert werden soll.
Am 10. September 2026 veröffentlichte Autocar ein Interview mit Škoda-CEO Klaus Zellmer. Der Markenchef erklärte, dass der Elroq die Nachfrage nach dem Karoq nicht vollständig abdecken konnte, und verwies auf die Antriebe des Kodiaq als möglichen Maßstab für die nächste Generation des kompakten SUV.
Was bereits bestätigt ist und was vorerst Annahme bleibt
Frage | Status | Was am 11. September 2026 bekannt ist |
|---|---|---|
Wird es einen neuen Karoq geben? | Bestätigt | Škoda hat offiziell mitgeteilt, dass sich der Nachfolger in der Entwicklung befindet. |
Wann wird er vorgestellt? | Zeitrahmen bestätigt | Zum Jahreswechsel 2027/2028. Ein genaues Datum für die Weltpremiere wurde nicht genannt. |
Wird es eine PHEV-Version geben? | Wahrscheinlich, aber nicht bestätigt | Der Škoda-Chef verknüpfte die künftigen Antriebe mit der Motorenpalette des Kodiaq und hob die Nachfrage nach Plug-in-Hybriden ausdrücklich hervor. |
Elektrische Reichweite des PHEV | Unbekannt | Die genannten mehr als 100 km beziehen sich auf den aktuellen Kodiaq iV, nicht auf einen serienreifen Karoq. |
Plattform | Angabe eines Fachmediums | Autocar berichtet von der MQB-Architektur. Škoda hat jedoch noch keine technischen Unterlagen zum Modell veröffentlicht. |
Preise und Vertriebsmärkte | Unbekannt | Preisliste, Länderübersicht und Bestellstart wurden noch nicht angekündigt. |
Warum der Karoq neben dem Elektroauto Elroq bleibt
Im Jahr 2023 bezeichnete Škoda den künftigen Elroq als vollelektrische Alternative zum Karoq. Beide Modelle sind ähnlich groß und erfüllen eine vergleichbare Rolle im Modellprogramm. Daher lag die Annahme nahe, dass das Elektroauto einen großen Teil der Käufer des kompakten Crossover ansprechen könnte.

Der Elroq erwies sich tatsächlich als gefragt: Nach Angaben von Škoda war er 2025 in Europa das zweitmeistverkaufte Elektroauto. Das änderte jedoch nichts an der Nachfrage nach Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. Im Gespräch mit Autocar räumte Zellmer ein, dass der Elroq nicht den gesamten Markt ersetzt hat, den die Marke bedienen möchte. Deshalb entwickelt das Unternehmen einen weiteren Karoq, statt dieses Segment vollständig auf Elektroantrieb umzustellen.
Für Käufer bedeutet das keine einfache Ablösung des alten Modells durch ein neues, sondern eine Aufteilung des Angebots nach Antriebskonzept. Der Elroq bleibt ein batterieelektrisches Fahrzeug, während der nächste Karoq einen anderen Nutzungsschwerpunkt abdecken soll. Welche Benzin- und Hybridversionen genau geplant sind, hat der Hersteller noch nicht mitgeteilt.
Was die Aussagen zum Kodiaq über einen möglichen Karoq PHEV verraten
Zellmer sagte gegenüber Autocar, dass die Antriebe des neuen Karoq mit denen des Kodiaq vergleichbar sein werden. Außerdem verwies er auf die hohe Nachfrage nach Plug-in-Hybriden der Marke und nannte eine elektrische Reichweite von mehr als 100 km als passenden Wert für den Karoq-Nachfolger. Das ist ein deutlicher Hinweis auf einen PHEV, aber noch keine endgültige Spezifikation.
Beim serienmäßigen Kodiaq iV kombiniert das Plug-in-Hybridsystem einen 1.5 TSI mit einem Elektromotor. Die Systemleistung beträgt 150 kW, die Kraftübertragung erfolgt über ein sechsstufiges DSG an die Vorderräder. Eine Batterie mit 25,7 kWh ermöglicht nach dem WLTP-Zyklus mehr als 100 km elektrische Reichweite. Unterstützt werden das Laden mit Wechselstrom bis 11 kW und das Schnellladen mit Gleichstrom.

Wie die Angabe „mehr als 100 km“ richtig einzuordnen ist
Das ist ein Wert des Kodiaq iV und keine zugesicherte Reichweite des neuen Karoq. Beim kompakteren Modell könnten sich Batterie, Gewicht, Aerodynamik, Leistung und Abstimmung des Hybridsystems unterscheiden. Die Werte des Kodiaq lassen sich daher nicht einfach in eine künftige Karoq-Datentabelle übertragen.
Warum Škoda die technischen Daten noch nicht offenlegt
Bis zum angekündigten Präsentationstermin vergeht noch mehr als ein Jahr. In dieser Entwicklungsphase hat der Hersteller das Projekt selbst und das ungefähre Premierenfenster bestätigt, kann aber die Antriebspalette, die Antriebsvarianten und die Zielmärkte noch konkretisieren. Auch die direkte Erwähnung eines PHEV durch den Unternehmenschef ersetzt keine technische Pressemitteilung und keine Zertifizierungsdaten.
Der aktuelle Karoq bleibt unterdessen in Produktion. Je nach Markt wird er mit 1.0, 1.4, 1.5 und 2.0 TSI sowie mit einem 2.0 TDI angeboten. Die Leistungsspanne reicht von 85 bis 140 kW, verfügbar sind Front- und Allradantrieb. Welche Motoren und Varianten angeboten werden, hängt vom jeweiligen Land ab.
Das am 16. Juli 2026 produzierte millionste Fahrzeug war ein Karoq 1.5 TSI mit 110 kW in der Farbe Graphite Grey. Laut der offiziellen Statistik der Marke entscheiden sich 73 % der Karoq-Käufer für ein Automatikgetriebe, während 27 % ein manuelles Getriebe wählen. Deutschland, Tschechien und das Vereinigte Königreich bleiben die wichtigsten Märkte des Modells.

Was vor dem Verkaufsstart noch bekannt werden muss
Der nächste Karoq ist kein Gerücht mehr, für eine Kaufentscheidung ist es aber noch zu früh. Vor der vollständigen Ankündigung muss Škoda mehrere entscheidende Details offenlegen:
das genaue Premieren- und Produktionsstartdatum;
die vollständige Übersicht der Benzin-, Hybrid- und möglichen Dieselversionen;
die Batteriekapazität und die zertifizierte Reichweite der PHEV-Version, falls sie angeboten wird;
die Verfügbarkeit des Allradantriebs für die verschiedenen Antriebe;
die Abmessungen, das Kofferraumvolumen und die zulässige Anhängelast;
Vertriebsmärkte, Ausstattungen und Preise.
Am 11. September 2026 steht vor allem eines fest: Der Karoq bekommt einen Nachfolger. Eine PHEV-Version wäre eine schlüssige Ergänzung der Škoda-Palette und wird vom Markenchef öffentlich angedeutet. Bis zur offiziellen Bestätigung bleibt sie jedoch ein wahrscheinliches Szenario und keine angekündigte Variante.










