
Häufig gestellte Fragen
Frühestens 2033. Das Management nannte ein Zeitfenster von 2033 bis 2035, bestätigte jedoch weder ein konkretes Einführungsdatum noch Präsentations-, Produktions- oder Verkaufsstart.
Aston Martin will sich bis dahin vor allem auf Verbrennungsmotoren konzentrieren. Der V8 kommt unter anderem in Vantage, DB12 und DBX707 zum Einsatz, während der V12 im Vanquish als Topmotor dient.
Nein. Das Unternehmen hält an der Technologievereinbarung mit Lucid fest und betrachtet Lucids Elektromotoren und Batterietechnik weiterhin als Grundlage für eine künftige Plattform.
Aston Martin wird sein erstes vollelektrisches Serienfahrzeug frühestens 2033 auf den Markt bringen. Verwaltungsratschef Adrian Hallmark deutete ein mögliches Zeitfenster zwischen 2033 und 2035 an, wollte aber kein konkretes Datum nennen. Bis dahin will sich die britische Marke vor allem auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor konzentrieren und Hybridsysteme nur begrenzt einsetzen.
Damit ändert sich der Zeitplan erneut. Im Laufe der Jahre wurde Aston Martins erstes batterieelektrisches Modell zunächst für 2025, dann für 2026 und später für einen Zeitraum näher an 2030 erwartet. Der neue Zeitrahmen deutet darauf hin, dass das Unternehmen seine Hauptinvestitionen in ein Elektrofahrzeug erst dann für die Serienproduktion freigeben will, wenn die Nachfrage im Segment der hochwertigen Sportwagen und die endgültige Ausgestaltung der Emissionsvorgaben nach 2030 klarer sind.
Kurz zusammengefasst
2033 ist kein bestätigtes Einführungsdatum, sondern der frühestmögliche Zeitpunkt im neuen Zeitfenster.
Aston Martin hat seine Elektropläne nicht aufgegeben und hält an der Technologievereinbarung mit Lucid fest.
V8 und V12 bleiben mindestens in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre zentrale Antriebe der Modellpalette.
Technische Daten, Karosserieform, Name und Produktionsstandort des ersten elektrischen Serienmodells sind noch nicht bekannt.
Wie sich der Zeitplan für Aston Martins erstes Elektroauto verändert hat
Die Entwicklung des Projekts erklärt, warum die jüngste Aussage nicht als Zusage für eine Markteinführung genau im Jahr 2033 verstanden werden sollte. Aston Martin hat seine Pläne bereits mehrfach angepasst, während sich der Markt und die eigene Produktstrategie weiterentwickelt haben.
Datum oder Zeitraum | Was berichtet wurde | Status |
|---|---|---|
26. Juni 2023 | Aston Martin gab die Vereinbarung mit Lucid bekannt und nannte 2025 als Ziel für die Einführung des ersten Modells auf der neuen Elektroplattform. | Offizielle Unternehmensmitteilung |
Geschäftsbericht 2023 | Das Ziel wurde auf 2026 verschoben. Als Gründe nannte das Unternehmen Veränderungen bei Markt und Regulierung. | Unternehmensberichterstattung |
29. Oktober 2025 | Adrian Hallmark erklärte Investoren, batterieelektrische Modelle würden in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre kommen und vor 2035 nur einen kleinen Anteil am Absatz ausmachen. | Mitschrift der Quartalsergebnisse |
2. Oktober 2026 | Hallmark nannte ein Zeitfenster zwischen 2033 und 2035 und stellte ausdrücklich klar, dass damit nicht 2031 gemeint sei. | Aussage des Managements gegenüber Fachpublikationen |
Die bedeutendste Änderung folgte nach der Bekanntgabe der Technologiepartnerschaft mit Lucid. In der offiziellen Mitteilung vom 26. Juni 2023 beschrieb Aston Martin eine modulare Plattform für elektrische Hypercars, Sportwagen, Gran Turismo und SUVs. Lucid sollte ausgewählte Antriebskomponenten und Batterietechnik liefern, während Mercedes-Benz weiterhin für andere Antriebssysteme und die elektronische Architektur zuständig sein sollte.

2033 steht nicht im Produktionskalender
Die genaue Formulierung lautet „nicht vor 2033“. Aston Martin hat weder einen Präsentationstermin noch den Produktionsbeginn oder den Verkaufsstart angekündigt. Das Zeitfenster 2033 bis 2035 beschreibt den aktuellen Investitionsansatz des Managements, nicht den finalen Zeitplan für ein bestimmtes Modell.
Warum Aston Martin bei einem Elektroauto für die Serie abwartet
Die Nachfrage im Luxussegment ist schwerer vorherzusagen
Hallmark führt die Verzögerung auf die Nachfrage nach teuren Elektrofahrzeugen und die sich schnell ändernden Vorschriften in verschiedenen Ländern zurück. Für einen Volumenhersteller kann eine neue Plattform auf Hunderttausende Fahrzeuge verteilt werden. Aston Martin produziert deutlich kleinere Stückzahlen. Deshalb sind die Kosten pro Fahrzeug höher, wenn der Zeitpunkt oder die technischen Daten falsch gewählt werden.
Das Unternehmen behauptet nicht, dass kein Interesse an elektrischen Sportwagen besteht. Die Haltung ist vielmehr pragmatisch: Solange ein solches Fahrzeug weder zur Erfüllung der Anforderungen in wichtigen Märkten benötigt wird noch eine ausreichende Nachfrage erwarten lässt, kann die große Investition aufgeschoben werden. Die Entwicklungsarbeit läuft weiter.
Die Vorgaben für 2035 beeinflussen weiterhin die Produktentscheidungen
Nach der derzeit gültigen Fassung der EU-Verordnung 2023/851 soll der Zielwert für die CO₂-Emissionen der Neuwagenflotte aus Pkw und leichten Nutzfahrzeugen ab dem 1. Januar 2035 gegenüber dem Ausgangswert von 2021 um 100 % gesenkt werden. Die Europäische Kommission hat bereits vorgeschlagen, einen Teil des Mechanismus nach 2035 zu ändern. Solange dieser Vorschlag nicht verabschiedet ist, kann er nicht als geltende Vorschrift betrachtet werden.
Auch das Vereinigte Königreich hält grundsätzlich daran fest, dass neue Pkw und Transporter ab 2035 emissionsfrei sein sollen. Am 14. August 2026 leitete die Regierung jedoch eine neue Überprüfung des Wegs zum ZEV-Mandat ein. Änderungen und Diskussionen dieser Art erschweren es einem Kleinserienhersteller, sich im Voraus auf eine Technologie und einen einzigen Zeitplan für alle Märkte festzulegen.
Die Vorgaben für 2035 gelten für Neufahrzeuge und die Ziele der Hersteller. Sie verbieten nicht automatisch die Nutzung eines bestehenden V8 oder V12 und verpflichten Besitzer auch nicht dazu, ein solches Fahrzeug durch ein Elektroauto zu ersetzen.
Das Unternehmen verfügt bereits über eine modernisierte Motorenpalette
Die Beibehaltung von Verbrennungsmotoren bedeutet nicht, dass alte Modelle ohne technische Verbesserungen weitergebaut werden. Am 2. September 2024 stellte Aston Martin den Vanquish mit einem neuen 5,2-Liter-V12 vor. Der Hersteller erklärte ausdrücklich, dass der Motor überarbeitet wurde, um die aktuellen Emissionsanforderungen in den globalen Märkten zu erfüllen.

Der V8 kommt in den wichtigsten Modellen der Marke zum Einsatz, darunter Vantage, DB12 und DBX707. Diese gemeinsame technische Basis ermöglicht es Aston Martin, einen etablierten Antrieb, Getriebesysteme und elektronische Systeme weiterzuentwickeln, ohne eine vollständige Elektrobaureihe auf den Markt zu bringen, bevor sie tatsächlich benötigt wird.
V8, V12 und Hybrid erfüllen unterschiedliche Aufgaben
Antriebsart | Beispiel | Rolle in der Strategie |
|---|---|---|
V8 | Vantage, DB12, DBX707 | Hauptmotor für Sportwagen, Gran Turismo und SUV |
V12 | Vanquish | Topmotor für ein Modell mit begrenzter Produktion |
V8-Plug-in-Hybrid | Valhalla | Eigenständiges Hochleistungsprojekt und erster Plug-in-Hybrid der Marke |
Voll-elektrischer Antrieb | Modell nicht angekündigt | Zukünftige Plattform für mehrere Karosserieformen; Markteinführung frühestens 2033 |
Der Valhalla zeigt, dass die Elektrifizierung bei Aston Martin bereits begonnen hat, allerdings noch nicht mit einem batterieelektrischen Fahrzeug. Am 31. März 2025 berichtete das Unternehmen, dass sich das Modell in der letzten Testphase befinde. Der Antrieb kombiniert einen 4,0-Liter-V8, drei Elektromotoren und eine Traktionsbatterie. Die ersten Fahrzeuge wurden 2025 an Kunden ausgeliefert.

Hallmark betrachtet einen Plug-in-Hybrid nicht als universelle Lösung für die gesamte Modellpalette. Seiner Einschätzung nach kann das zusätzliche Gewicht eines solchen Systems etwa 200 kg betragen. Bei einem schweren SUV oder einem speziell entwickelten Hypercar kann dieser Kompromiss gerechtfertigt sein. Bei einem herkömmlichen Sportcoupé beeinflusst er jedoch Fahrverhalten, Bauraum und Kosten.
Was das für Käufer bedeutet
Die aktuellen V8- und V12-Modelle wurden nicht als letzte Fahrzeuge ihrer jeweiligen Baureihe angekündigt.
Die Verschiebung des Elektroautos garantiert nicht, dass jeder Markt bis 2035 dieselbe Motorenauswahl behalten wird.
Emissionsvorschriften, Steuern und Zulassungsbedingungen beeinflussen die Verfügbarkeit bestimmter Versionen in den einzelnen Ländern.
Wer einen aktuellen Aston Martin in der Erwartung eines späteren Sammlerwerts kauft, geht ein Risiko ein: Das Unternehmen hat keine entsprechenden Prognosen abgegeben.
Die Vereinbarung mit Lucid bleibt bestehen, aber die Technik kann sich ändern
Die Verzögerung bedeutet nicht, dass Aston Martin die Zusammenarbeit mit Lucid beendet. Das Unternehmen betrachtet den Zugang zu Lucids Elektromotoren und Batterietechnik weiterhin als Grundlage für seine künftige Plattform. Geändert hat sich der Zeitpunkt, zu dem das Projekt die wichtigsten Kapitalinvestitionen erfordern wird.
Die Verzögerung hat auch eine technische Dimension. Wenn die vollständige Entwicklung erst in einigen Jahren beginnt, müssen die Serienfahrzeuge nicht zwangsläufig Komponenten aus jener Generation verwenden, über die bei der Unterzeichnung der Vereinbarung im Jahr 2023 gesprochen wurde. Bis dahin können sich Energiedichte der Batterie, Systemspannung, Ladeleistung und Bauart der Elektromotoren verändert haben. Deshalb lassen sich die heutigen technischen Daten von Lucid nicht automatisch auf den künftigen Aston Martin übertragen.
Was über Aston Martins erstes Elektroauto noch unbekannt ist
Name und Karosserieform;
Anzahl der Elektromotoren und deren Leistung;
Batteriekapazität und Zellchemie;
Reichweite und Ladegeschwindigkeit;
Produktionsstandort;
Preis und erste Absatzmärkte;
Genaue Termine für Präsentation und Auslieferung.
Aston Martin hat früher erklärt, dass seine modulare Elektroarchitektur für Sportwagen, Gran Turismo, SUVs und Hypercars genutzt werden könnte. Das beschreibt die Möglichkeiten der Plattform, bestätigt aber nicht vier Serienmodelle. Solange das Unternehmen kein Serienfahrzeug präsentiert und sein Testprogramm offenlegt, bleiben alle technischen Daten Annahmen.
Fazit
Aston Martin hält an einem Elektroauto fest, verschiebt die Markteinführung aber auf einen Zeitpunkt, an dem ein emissionsfreies Modell aus Sicht des Marktes und der Regulierung notwendiger wird. Das früheste Ziel ist nun 2033, wobei 2035 das mögliche Ende des Zeitfensters darstellt. Bis dahin bleibt der V8 der wichtigste Motor der Marke, der V12 behält seine Rolle als Topantrieb, und Hybridsysteme werden gezielt eingesetzt.

Das nächste wirklich bedeutende Update wird nicht dann erfolgen, wenn das Management ein weiteres Jahr nennt, sondern wenn Aston Martin ein konkretes Modell, eine Plattform und einen Starttermin für das Serienprogramm genehmigt. Bis dahin sollte 2033 als strategische Grenze verstanden werden, nicht als Datum im Einführungskalender.










