
Am 31. Oktober 2026 stellte Karma Automotive beim Concours at Wynn in Las Vegas den Eximius 1 vor: einen viersitzigen Hybrid, der im Auftrag eines Privatkunden für die Rennstrecke entwickelt wird. Er erhält einen 6,2-Liter-V8, dessen Aufgabe sich jedoch von der üblichen unterscheidet: Er ist Teil einer Generatoranlage, während Elektromotoren den Wagen antreiben.
Das Projekt behält die serielle Hybridarchitektur des Karma Revero bei, bekommt aber einen größeren Benzinmotor und Ausrüstung für den Einsatz auf der Rennstrecke. Das Fahrzeug befindet sich noch in der Entwicklung; die Übergabe an den Besitzer plant das Unternehmen für 2027.
Wie der V8 im Hybridsystem arbeitet
Der Eximius 1 ist ein serieller Plug-in-Hybrid. Bei dieser Anordnung treibt der Benzinmotor einen Generator an, der Strom für das elektrische Antriebssystem erzeugt. Elektromotoren sorgen für den Antrieb an den Rädern, während die Batterie Energie speichert und abgibt. Auf der Seite zum Eximius 1 nennt Karma einen Axialflussgenerator und eine leistungsstarke Batterie.
Der V8 treibt die Räder nicht direkt an: Er liefert Energie für den elektrischen Teil des Antriebs. Warum die Ingenieure gerade diesen Motor gewählt haben und wie das System bei längerer Fahrt auf der Rennstrecke Energie verteilt, hat das Unternehmen nicht näher erklärt.
Was „Plug-in“ bedeutet
Die Batterie eines Plug-in-Hybrids lässt sich an einer externen Stromquelle laden. Karma hat weder die Batteriekapazität des Eximius 1 noch die Ladezeit oder die elektrische Reichweite genannt. Die Werte des Revero lassen sich nicht auf das neue Projekt übertragen: Der Antrieb wurde wesentlich verändert.
Was am Revero ersetzt wurde
Der Karma Revero diente als Grundlage für den Eximius 1. Anstelle des Dreizylinder-Benzinmotors des Revero erhielt das Projekt einen V8 mit 6,2 Litern Hubraum. Auch der Revero nutzt seinen Benzinmotor als Teil eines elektrischen Antriebssystems: In der Revero-Broschüre für das Modelljahr 2025 wird ein Betrieb mit Generator genannt.

Bei der Vorstellung am 31. Oktober 2026 gab Karma für den Eximius 1 eine Systemleistung von rund 1.200 hp an. Das Unternehmen nennt 550 hp für den Verbrennungsmotor und 645 hp für den Batterieteil, legt aber nicht genügend Einzelheiten offen, um die Berechnung der Gesamtleistung an den Rädern unabhängig zu überprüfen.
Die angegebenen Daten des Karma Eximius 1
Merkmal | Angaben von Karma |
|---|---|
Antriebsart | Serieller Plug-in-Hybrid |
Benzinmotor | V8, 6,2 l |
Angegebene Systemleistung | Rund 1.200 hp |
0–60 mph | 2,7 Sekunden laut Unternehmen |
Höchstgeschwindigkeit | Über 200 mph beziehungsweise 322 km/h; Schätzung des Unternehmens |
Geplante Kundenübergabe | 2027 |
Die Angabe 0–60 mph entspricht einer Beschleunigung auf etwa 97 km/h, nicht auf 100 km/h. Da das Fahrzeug noch entwickelt wird, sind die angegebenen Werte keine Ergebnisse unabhängiger Tests eines fertigen Autos.
Was für die Rennstrecke geändert wurde
Der Eximius 1 erhielt Carbon-Keramik-Bremsen mit zweiteiligen Bremsscheiben und ein semiaktives Öhlins-Fahrwerk. Radlaufverbreiterungen machten die Karosserie um 50 mm breiter; die 21-Zoll-Räder bestehen aus einer Magnesiumlegierung. Am Heck sind ein Diffusor und ein über die gesamte Fahrzeugbreite reichender Flügel angebracht.

Im Innenraum bleiben vier Plätze erhalten. Vorne sind Recaro-Schalensitze eingebaut, auf der Mittelkonsole ist ein Notschalter vorgesehen. Hinter den Vordersitzen gibt es eine spezielle Halterung für den Helm des Kunden.

Warum vier Plätze kein Serienmodell bedeuten
Trotz der Limousinenform entsteht der Eximius 1 als Einzelauftrag. Karma hat weder den Preis noch das Fahrzeuggewicht oder den genauen Übergabetermin genannt. Eine breite Serienfertigung dieses Autos hat das Unternehmen ebenfalls nicht angekündigt.

Was das Eximius-Programm ist
Der Eximius 1 ist das erste Projekt des neuen Karma-Programms für Einzelanfertigungen. Es ermöglicht Kunden, mit Designern und Ingenieuren der Marke an Änderungen von Karosserie, Eigenschaften und Antrieb zu arbeiten. Laut Unternehmen besitzt der Kunde des ersten Fahrzeugs bereits einen Revero und wollte eine extremere Version; sein Name wurde nicht veröffentlicht.
Die Besonderheit des Projekts ist die Verbindung der vom Revero bekannten seriellen Hybridarchitektur mit einem neuen V8 und Rennstreckenausstattung. Wie sich die angekündigten Lösungen auf der Strecke bewähren, wird nach Abschluss der Entwicklung und Tests deutlich.









