
Häufig gestellte Fragen
Porsche plant, den neuen SUV mit Verbrennungsmotor und PHEV parallel zum elektrischen Macan zu verkaufen. Die Strategie sieht weder die Einstellung des Elektro-Modells noch dessen Umbau vor.
MotorTrend berichtet von einer Markteinführung im Jahr 2027, während Porsche 2028 als erstes vollständiges Produktionsjahr nennt. Die offizielle Mitteilung bestätigt weder ein genaues Premieren-Datum noch den Beginn der Auslieferungen an Kunden.
Porsche will am 15. Oktober 2026 die Ausrichtung einer möglichen Mittelmotor-Sportwagenplattform zeigen. Leistung, Preis und Termin für die Serienproduktion sind noch nicht bekannt; das Projekt wird nicht als Ersatz für den 911 beschrieben.
Am 7. Oktober 2026 stellte Porsche in Weissach die Strategie Sportwagenschmiede ’35 vor. Für Käufer gibt es darin drei zentrale Entwicklungsrichtungen: einen neuen SUV mit Benzin- und Plug-in-Hybridantrieben neben dem elektrischen Macan, die Fortsetzung des Projekts für elektrische 718 Boxster und Cayman sowie die Entwicklung einer Mittelmotorplattform für eine Modellfamilie oberhalb des 911.
In der offiziellen Mitteilung von Porsche befinden sich diese Projekte in unterschiedlichen Phasen: Für einige nennt das Unternehmen Produktionszeiträume, bei anderen wurde zunächst nur die künftige Ausrichtung angekündigt. Deshalb sollten die genannten Daten immer zusammen mit dem jeweiligen Ereignis gelesen werden.
Was wann passiert
Datum oder Zeitraum | Ereignis | Status am 8. Oktober 2026 |
|---|---|---|
7. Oktober 2026 | Vorstellung der Strategie Sportwagenschmiede ’35 | Bereits stattgefunden |
15. Oktober 2026 | Vorstellung der Ausrichtung einer künftigen Mittelmotor-Sportwagenplattform | Ankündigung von Porsche, kein Verkaufsstart |
2028 | Erstes vollständiges Produktionsjahr der elektrischen 718 Boxster und Cayman | Zeitrahmen des Unternehmens |
2028 | Vorstellung und Ausbau der Serienproduktion eines neuen SUV mit Verbrennungsmotor und PHEV | Plan des Unternehmens |
Macan: Eine Benzin-Alternative kommt als eigenes Projekt
Am 25. Januar 2024 feierte Porsche in Singapur die Weltpremiere der zweiten Macan-Generation, die vollständig elektrisch angetrieben wird. Sie basiert auf der PPE-Plattform mit 800-Volt-Architektur. Nun plant das Unternehmen daneben einen neuen SUV mit Verbrennungsmotor und Plug-in-Hybridantrieb.

Das Wort „daneben“ ist hier entscheidend: Der neue SUV soll parallel zum elektrischen Macan verkauft werden. In der veröffentlichten Strategie gibt es keine Ankündigung, dass das Elektro-Modell eingestellt oder für einen Benzinmotor umgebaut werden soll.
MotorTrend beschreibt das Projekt als Rückkehr des Benzin-Macan und nennt die interne Bezeichnung M1. In der offiziellen Porsche-Mitteilung ist jedoch lediglich von einem „neuen SUV“ die Rede, ohne Modellnamen. Ihn bereits als bestätigte neue Macan-Generation mit Verbrennungsmotor zu bezeichnen, wäre daher verfrüht.
Drei Fahrzeuge, die leicht verwechselt werden
Der Benzin-Macan der ersten Generation auf dem Gebrauchtwagenmarkt, der elektrische Macan der zweiten Generation und der für 2028 geplante künftige SUV sind unterschiedliche Fahrzeuge. Beim Vergleich von Angeboten reicht der Name Macan allein deshalb nicht mehr aus: Entscheidend sind Generation und Antriebsart. Die Ankündigung des künftigen Modells ändert nichts an den technischen Daten bereits produzierter Fahrzeuge.
718 Boxster und Cayman: Das Elektroprojekt geht weiter
Die neue Strategie hält an den elektrischen Boxster- und Cayman-Modellen fest. Porsche rechnet damit, dass sie 2028 ihr erstes vollständiges Produktionsjahr absolvieren und den Absatz der Marke unterstützen werden.
MotorTrend berichtet nach der Präsentation von einer Markteinführung der neuen Modelle im Jahr 2027. Das passt zum Ziel eines vollständigen Produktionsjahres 2028, doch die offizielle Mitteilung nennt weder ein genaues Premieren-Datum noch den Beginn der Auslieferung an Kunden. Das erste vollständige Produktionsjahr und der Start der Auslieferungen sind nicht dasselbe.
Für Käufer, die sich für einen 718 interessieren, ist vor allem die Art des Übergangs relevant. Die bestehenden Benzinmodelle von Boxster und Cayman und die künftigen Elektrovarianten werden unterschiedliche Einsatzbedingungen voraussetzen. Ein Vergleich von Preis, Reichweite oder Ladegeschwindigkeit ist derzeit noch verfrüht: Die Strategiemitteilung nennt für die neuen 718 keine entsprechenden Daten.

Mission S: Oberhalb des 911, technische Daten folgen später
Der nächste konkrete Termin ist der 15. Oktober 2026. Porsche will die Ausrichtung einer möglichen Mittelmotor-Sportwagenplattform zeigen. Mit dieser Ankündigung steht der Teaser des Mission S in Verbindung, über den Fachmedien bereits berichten.
Die Idee geht über ein einzelnes Showcar hinaus: Die Strategie spricht von einer Plattform, mit der sich eine Modellfamilie oberhalb des 911 entwickeln lässt. Gleichzeitig sind auch für den 911 neue Varianten vorgesehen. Eine teurere Modellfamilie bedeutet daher nicht, dass Porsche den 911 ersetzen will.

Car and Driver erwähnt das Gerücht über einen Achtzylinder-Boxermotor. Die bis zum 8. Oktober geprüften offiziellen Unterlagen bestätigen diese Konfiguration nicht. Leistung, Preis und Termin für die Serienproduktion des Mission S sind ebenfalls noch nicht bekannt.
Worauf es bei der Präsentation am 15. Oktober ankommt
Die zentrale Frage lautet, wie nah das gezeigte Fahrzeug an einer Serienversion ist. Besonders aufschlussreich wären Angaben zum Antrieb, zur Produktionslösung und zum Zeitplan. Die Präsentation eines Konzepts allein beantwortet noch nicht die Frage, wann es bestellt werden kann.
Warum es mehr Projekte, aber weniger Varianten geben soll
Die Porsche-Strategie bis 2035 basiert auf dem Prinzip Value over Volume: Das Unternehmen setzt nicht auf möglichst hohe Verkaufszahlen, sondern auf die Profitabilität einzelner Fahrzeuge und ein höherpreisiges Angebot. Daraus ergibt sich die Kombination aus neuen Modellfamilien und einer Vereinfachung des bestehenden Portfolios.
Porsche will die Zahl der Modellvarianten um etwa 20% reduzieren. Gleichzeitig soll der durchschnittliche Verkaufspreis der Modelle im oberen Bereich des Portfolios mittelfristig um etwa 20% steigen – durch ihre Positionierung, Ausstattung und zusätzliche Individualisierungsmöglichkeiten.

Das ist keine Ankündigung, dass jeder Porsche um 20% teurer wird. Der durchschnittliche Verkaufspreis hängt davon ab, welche Fahrzeuge mit welchen Optionen gekauft werden. Aus diesem Unternehmensziel lässt sich kein künftiger Preis für einen bestimmten Macan oder 911 ableiten.
Was beim Porsche-Kauf jetzt zu beachten ist
Wer einen Benzin-SUV sucht, kann das für 2028 geplante Projekt derzeit weder beim Preis noch bei der Ausstattung mit verfügbaren Fahrzeugen vergleichen.
Wer einen elektrischen Macan in Betracht zieht, sollte wissen, dass die Strategie seine Koexistenz mit einem neuen Modell mit Verbrennungsmotor vorsieht.
Wer sich für einen 718 entscheidet, sollte zunächst klären, ob ein Benzin-Sportwagen benötigt wird oder ob sich das Warten auf ein Elektro-Modell und dessen endgültige technische Daten lohnt.
Zum Stand vom 8. Oktober 2026 verfolgt Porsche mehrere Entwicklungsrichtungen gleichzeitig. Für Käufer bedeutet der neue Plan vor allem mehr Auswahl bei künftigen Antrieben und Modellen. Für eine konkrete Kaufentscheidung bleiben die technischen Daten der jeweiligen Version, der lokale Preis und ein bestätigter Liefertermin entscheidend.









