
Häufig gestellte Fragen
Das europäische Angebot umfasst eine Benzinversion mit 150 PS, einen HEV-Hybrid mit 245 PS und einen Plug-in-Hybrid PHEV mit 292 PS.
Das 48-Volt-System ist ein Mildhybrid und unterstützt den Benzinmotor, bietet aber nicht dieselben Möglichkeiten für elektrisches Fahren wie ein vollwertiger HEV. Der 245 PS starke HEV kann elektrisch fahren und benötigt keine externe Ladung.
Der PHEV ist sinnvoll, wenn Sie das Fahrzeug regelmäßig laden können und den Elektroantrieb im Alltag nutzen möchten. Ein Beispiel ist eine tägliche Strecke von 40 km mit nächtlichem Laden. Abhängig von den Einsatzbedingungen kann sich der Motor trotzdem einschalten.
Für den neuen Hyundai Tucson in Europa sind drei Antriebsversionen angekündigt: ein Benziner mit 150 PS, ein HEV-Hybrid mit 245 PS und ein Plug-in-Hybrid PHEV mit 292 PS. Der wichtigste Unterschied für den Besitzer ist die Möglichkeit, elektrisch zu fahren, sowie die Art, wie die Batterie geladen wird. Beides beeinflusst den Alltag mit dem Fahrzeug mindestens ebenso stark wie die Leistung.
Am 1. Oktober 2026 stellte Hyundai die neue Tucson-Generation in New York vor – dieses Datum nennt das Unternehmen in der Mitteilung zur Weltpremiere. Am 12. Oktober 2026 folgte in Paris die Europapremiere, bei der auch die Ausstattungslinie N Line gezeigt wurde. Im Folgenden vergleichen wir ausschließlich das europäische Motorenangebot: Die technischen Daten für andere Märkte können abweichen.
Drei Tucson-Versionen in einer Tabelle
Alle drei Varianten verwenden einen 1,6-Liter-Turbobenziner 1.6 T-GDI. Beim HEV und PHEV unterstützt ihn jeweils ein Elektromotor. Hyundai nennt die folgenden Daten in der europäischen technischen Beschreibung des Tucson.
Parameter | Benziner 1.6 T-GDI | Hybrid HEV | Plug-in-Hybrid PHEV |
|---|---|---|---|
Leistung des Antriebs | 150 PS | 245 PS | 292 PS |
Drehmoment | 250 Nm | 380 Nm | 380 Nm |
Getriebe | 6-Gang-Schaltgetriebe; bei der Version mit 48-Volt-System 7-Gang-DCT | 6-Gang-Automatikgetriebe | 6-Gang-Automatikgetriebe |
Batterie des Hybridsystems | Abhängig davon, ob ein 48-Volt-System vorhanden ist | 1,49 kWh | 17,1 kWh |
Laden über eine externe Stromquelle | Nein | Nein | Ja; AC-Bordladegerät mit 7,2 kW |
Beschleunigung 0–100 km/h | 9,9 s – für DCT mit 48-Volt-System | 8,3 s – für Frontantrieb | 7,9 s – für Allradantrieb |
Die Beschleunigungswerte beziehen sich auf die jeweils genannten Kombinationen aus Getriebe und Antrieb. Hyundai weist darauf hin, dass die Angaben zu Fahrleistungen und Energieverbrauch noch endgültig homologiert, also im vorgeschriebenen Verfahren bestätigt werden müssen. Die verfügbare Variantenpalette hängt vom jeweiligen Land ab.
Benzinversion: Schaltgetriebe oder DCT mit 48-Volt-System
Der Einstiegsantrieb leistet 150 PS. Für Europa sind ein 6-Gang-Schaltgetriebe sowie eine Kombination aus 7-Gang-DCT und 48-Volt-Mildhybridsystem vorgesehen. DCT steht für ein Doppelkupplungsgetriebe. Beim HEV und PHEV kommt dagegen ein anderes Getriebe zum Einsatz, nämlich eine 6-Gang-Automatik.
Warum „48V“ und „Hybrid“ nicht dasselbe bedeuten
Das Mildhybridsystem unterstützt den Benzinmotor, bietet aber nicht die Möglichkeiten eines vollwertigen HEV für das Fahren mit Elektroantrieb. Die 150-PS-Version mit 48-Volt-System und der Tucson Hybrid mit 245 PS sind unterschiedliche Antriebssysteme. Prüfen Sie beim Vergleich von Angeboten deshalb die Leistung, den Hybridtyp und das Getriebe: Das Wort „Hybrid“ allein sagt zu wenig aus.

HEV: elektrisches Fahren ohne Ladekabel
Ein Vollhybrid kombiniert einen Benzinmotor, einen Elektromotor und eine kleine Batterie. Je nach Fahrsituation nutzt das Fahrzeug den Elektroantrieb oder das Zusammenspiel beider Motoren. Beim Verzögern wird ein Teil der Energie in die Batterie zurückgespeist. Der HEV muss nicht an eine Steckdose angeschlossen werden.
Für den Fahrer bedeutet das die gewohnte Art des Tankens, ergänzt um einzelne Fahrabschnitte ohne laufenden Benzinmotor. Den täglichen Arbeitsweg sollte man hier jedoch nicht wie eine Fahrt mit einem Elektroauto planen: Die kleine Batterie dient dem Betrieb des Hybridsystems.
PHEV: mehr elektrische Reichweite, aber regelmäßiges Laden erforderlich
Beim Plug-in-Hybrid ist die Batterie deutlich größer. Für den neuen Tucson PHEV nennt Hyundai eine elektrische Reichweite von bis zu 81 km mit 17-Zoll-Rädern. Die 81 km sind eine vorläufige Angabe vor Abschluss der Homologation und kein garantierter Wert für jede Fahrt. Die tatsächlich erreichbare Strecke hängt von den Einsatzbedingungen ab.
Zum Laden mit Wechselstrom ist ein 7,2-kW-Bordladegerät vorgesehen. Das ist seine Ladeleistung und nicht der Energieverbrauch des Fahrzeugs. Eine leistungsstärkere AC-Ladestation sorgt allein nicht dafür, dass das Auto schneller lädt, als es das Bordladegerät zulässt.

Wenn der verfügbare Energievorrat abnimmt, kann der PHEV mit dem Benzinmotor weiterfahren. In der Erläuterung zur Funktionsweise von Plug-in-Hybriden stellt Hyundai klar: Ohne externe Ladung arbeitet ein solches Fahrzeug wie ein gewöhnlicher Hybrid. Der Vorteil längerer elektrischer Fahrten bleibt dann jedoch ungenutzt.
Prüfen Sie den PHEV anhand Ihrer eigenen Strecke
Nehmen wir an, Sie fahren 40 km pro Tag und können nachts laden. Unter diesen Bedingungen kommt ein PHEV für regelmäßige elektrische Fahrten infrage. Trotzdem lässt sich nicht im Voraus garantieren, dass sich der Benzinmotor nie einschaltet: Das hängt von den Bedingungen und der Arbeitsweise des Systems ab.
Ist das Laden nur an einer Station möglich, für die Sie Ihre Strecke eigens ändern müssen, sollten Sie auch die zusätzliche Zeit für diese Abstecher in den Vergleich einbeziehen. Vergleichen Sie anschließend die Kosten für Benzin und Strom sowie den Preisunterschied zwischen den Ausstattungen. Ohne diese Angaben lässt sich eine Amortisation des PHEV nicht seriös versprechen.
Was sich für die Passagiere ändert
Der europäische Tucson ist auf 4560 mm Länge, 1900 mm Breite und 1670 mm Höhe gewachsen. Der Radstand beträgt 2720 mm. Beim Kauf eines Importfahrzeugs sollten Sie die regionale Spezifikation prüfen: Diese Abmessungen beziehen sich auf die europäische Ausführung.

Im Innenraum gibt es ein Kombiinstrument mit 9,9-Zoll-Diagonale und einen zentralen Bildschirm mit 12,9 oder 17 Zoll. Physische Tasten für häufig genutzte Funktionen bleiben erhalten. Das Infotainmentsystem Pleos Connect läuft mit Android Automotive OS. Die Verfügbarkeit einzelner Dienste und Ausstattungen hängt vom Markt und der jeweiligen Konfiguration ab.

Die hinteren Türen öffnen sich nun um 83 statt bisher 73 Grad. Das macht sich beim Einbau eines Kindersitzes und beim Einsteigen der Passagiere bemerkbar. Die Rückbank der europäischen Version lässt sich längs verschieben und im Verhältnis 40:20:40 umlegen.
Welche Version vor dem Kauf infrage kommt
Benziner – wenn Ihnen seine Leistung ausreicht und Sie ein Schaltgetriebe oder ein DCT wünschen. Bei einem Fahrzeug mit DCT sollten Sie zusätzlich prüfen, ob das 48-Volt-System vorhanden ist.
HEV – wenn Sie einen vollwertigen Hybridantrieb möchten und kein externes Laden planen.
PHEV – wenn Sie regelmäßig laden können und den Elektroantrieb auf Ihren täglichen Strecken nutzen möchten.
Die internationale Markteinführung des neuen Tucson einschließlich Europa hat Hyundai für 2027 angekündigt. Zum Stand vom 26. Oktober 2026 waren in den geprüften Herstellerunterlagen noch keine europäischen Preise für die neue Generation genannt. Die endgültige Entscheidung zwischen Benziner, HEV und PHEV sollte daher nach Veröffentlichung der lokalen Preisliste fallen. Verglichen werden sollten Fahrzeuge mit vergleichbarer Ausstattung und bekannten Einsatzbedingungen.









